Einweihung der Krankenstation vom KSB Osnabrück
Ich bekam im Juni eine Einladung für die Einweihung der neuen Krankenstation vom Katzenschutzbund Osnabrück. Sie sollte am Sonntag, den 25.06.2006 statt finden.
Da ich selber auch für die Krankenstation gespendet habe, war ich natürlich sehr neugierig und freute mich sehr auf den Nachmittag. Ich durfte selber einen Gast mitbringen und so entschied ich, eine Bekannte von mir mitzunehmen. Wir trafen so gegen 13 Uhr ein, uups, wir waren die ersten.
Ich
bin es nun mal von meinem Job her gewöhnt, immer sehr pünktlich
zu sein, so hatten wir schon mal Gelegenheit, uns in Ruhe mit den
Gastgebern zu unterhalten.
Kurz danach trafen dann auch weitere Gäste ein, so dass genügend Gesprächspartner anwesend waren. Es wurden die ersten Vorbereitungen für das Grillen getroffen.

Es war für alles gesorgt, Essen, Trinken, Sonnen- oder Schattenplatz, somit war für jeden etwas dabei.

Als die ersten Würstchen auf den Grill gelegt wurden, zeigte mir Michael die neue Krankenstation.

Es gibt sinnvollerweise
nur einen Zugang zu der Krankenstation und dieser befindet sich im
Hofbereich des Gebäudes, komplett getrennt und isoliert von den
Räumen, in denen die
gesunden Katzen untergebracht sind.

Auf der linken Seite befindet sich die Waschmaschine und der Wächetrockner, extra angeschafft, nur für die Krankenstation, damit evtl. infizierte Wäsche nicht in das Katzenhaus zum waschen gebracht werden muss.

Links in der Ecke
befindet sich ein Waschbecken mit Duschmöglichkeit, besonders
schonend
für den Rücken des Pflegers, wenn eine Katze
einmal gebadet werden muss!


Hier sind die drei
Katzenboxen mit ihren 9
Stellplätzen zu sehen, sie sind aus
einem
Stück aus Kunstharz gegossen, die Beschläge
aus
Edelstahl in Handarbeit hergestellt. Durch
diese Bauweise sind sie
optimal zu reinigen
und man kann alle Stellen problemlos
desinfizieren. Theoretisch sind sie
unverwüstlich.
Bei Bedarf, wenn sich
nur eine Katze in der
Katzenbox befindet, kann man die Deckel
öffnen (siehe Pfeil), somit stehen der Katze dann 3
Etagen zu
Verfügung und sie kann ihre Muskeln etwas betätigen, um
einer Muskelschwäche
nach einem längeren Aufenthalt
vorzubeugen.
Die Kosten der 3
Katzenboxen belaufen sich auf 10.000 EUR, ohne die Spenden für
die
Krankenstation, wäre diese Anschaffung nicht möglich
gewesen.

Vom Katzenhaus kann man durch eine Scheibe, die sinnvollerweise nicht zu öffnen ist, die neue Krankenstation auch einsehen.

Nach der Besichtigung
der neuen Krankenstation waren weitere Gäste und
ehrenamtliche
Mitarbeiter des KSB eingetroffen, die ersten
Würstchen waren fertig. Es gab sehr viele Salate,
die von den
ehrenamtlichen Mitarbeitern mitgebracht wurden, sie waren besonders
lecker. Der
Katzenschutzbund hat sich viel Mühe gegeben, um
seine Gäste zufrieden zu stellen. Wer dann
noch Hunger hatte,
für den waren die Grillspiesse fertig. Der Kuchen rundete das
ganze ab.
Nach dem Essen wurde mir das neue Aussengehege gezeigt, durch das es weitere Möglichkeiten gibt, Katzen aufzunehmen und Ihnen viel Auslauf zu ermöglichen. Es ist in zwei Einheiten aufgeteilt. Hier ist die vordere Einheit zu sehen.


Ein kleiner Witzbold hatte sich zum ausruhen einen sehr aussergewöhnlichen Platz ausgesucht, er wurde im Juni auf meiner HP auch die Katze des Monats.
In der zweiten Einheit sind Kitten mit Ihrer Mutter untergebracht. Diese Kitten werden wohl ganz schnell handzahm werden, da die Ehrenamtlichen eine sehr glückliche Hand dafür haben.


Um einmal einen tieferen Einblick in das gesamte Gebäude und die Unterbringung der Katzen zu bekommen, wurden mir auch alle Räume im Gebäude ausführlich gezeigt.
Im Eingangsbereich befinden sich einige Katzen, die viele Bewegungs- und Klettermöglichkeiten haben.



Die Katzen haben
genügend Platz und können sich bei Bedarf auch auf ein
ruhiges Plätzchen
zurück ziehen.

Im unteren Bereich ist nun der zweite Raum zu sehen, in dem einige Katzen untergebracht sind, hier wird gerade von einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin das Fell gepflegt. Auch hier sind Kletter- und Kuschelmöglichkeiten vorhanden. Es ist sauber und es steht immer Futter und Wasser bereit, sowie genügend Katzentoiletten.

Im nächsten Raum
befinden sich gerade junge Kitten, die leider ohne Mutter sind, sie
werden
sorgsam im Katzenhaus aufgezogen.
Zwei weitere Katzen halten sich auch in diesem Raum auf.


Eine Katze hat mir besonders gefallen, es ist eine blaue Katze (Verdünnung von Schwarz), diese Farbe ist bei Hauskatzen eher selten zu finden.
Nun kommen die Räume im oberen Bereich, dort gibt es zwei weitere Katzenzimmer.

Auf dem Weg dort hin,
liegt eine Katze auf der Treppe, sie hat sich hier ein ruhiges
Plätzchen
gesucht, um ihr Mittagsschläfchen zu halten.
Hier
nun ein Einblick in das erste Zimmer im oberen Bereich.

Es ist hier alles gut durchdacht, dadurch, dass man die Türen zum Lüften öffnen kann, ist es in den Dachzimmern trotz Sonne nicht zu warm für die Katzen.
Es folgt das zweite Zimmer.

Im zweiten Zimmer war
ein besonders schmusiger Kater, der laut Michael, ohne
Vorwarnung
zubeisst, ich habe ihn dann mit dem nötigen
Respekt gestreichelt. Der Kater hat vor der Zeit im
Katzenhaus
wohl üble Erfahrungen gemacht. Durch die Geduld und liebevolle
Pflege ist auch
aus ihm ein Schmusekater geworden.

Es ist auch in diesem Raum genügend Platz für die 3 Katzen, wobei ich zuerst nur den Kater sehen konnte. Wo sind die anderen zwei, fragte ich.

Ich ging dann zum Ende des Raumes, da konnte man die zwei sehen, sie hatten sich in der Höhle des Kratzbaumes versteckt, sie kannten mich ja noch nicht, ich war für sie eine fremde Person.
Es gibt dann natürlich noch weitere Räume, wie Büro, Küche, Toilette ect., die aber weniger mit der Unterbringung der Katzen zu tun haben. Diese habe ich dann natürlich nicht mehr dokumentiert.

Dann ging ich wieder zu den anderen und hatte noch viel Gelegenheit, mich mit ihnen zu unterhalten. Das Thema drehte sich jedoch nicht nur um Katzen, sondern es ging auch um Hunde, was für mich als Hundebesitzer sehr erfreulich war. Es war ein sehr schöner Nachmittag, mir wurde wieder einmal bewusst, wie viel Mühe und Arbeit von den ehrenamtlichen Mitarbeitern hier investiert wird, damit es den Katzen gut geht.
Ich freue mich schon sehr auf das Sommerfest, dann sehe ich zum zweiten mal einen alten Bekannten wieder, ein Kater, den wir bei uns als Pflegestelle aufgenommen hatten. Er wurde dann vom Katzenschutzbund an einem Hof vermittelt und dort geht es ihm richtig gut.