Ostern ist vorbei...
oder...
Wie Bubu dann endlich kastriert wurde
Bubu ist blauer Kater, der eigentlich glücklich war, bis er irgendwann merkte, dass da noch was anderes ist... Mädels...!!!
Er liegt mir sehr am Herzen und zu diesem Zeitpunkt war für ihn eigentlich noch alles „Heile Welt“
Der Drang zu diesen Mädels zu gehen wurde immer grösser... er ging immer näher ran und bekam immer mehr Ohrfeigen, besonders, wenn ein Kater nicht weiss, dass ein Mädel auch sterilisiert sein kann. Diese Ohrfeigen tun sogar beim zuschauen weh...ich habe sie oft gesehen, er ist eben ein zäher Kerl.

Er dachte sich wohl, naja, da laufen ja noch andere rum, schauen wir mal. Leider weiss Bubu bei diesen Mädels nicht, dass sie noch zu jung sind. Sein ständiges herzzereissendes Mauzen änderte auch nichts daran. Er ist eben noch ein junger und unerfahrener Kater, jedoch ständiges hinterherlaufen ist für ihn auf Dauer auch langweilig geworden.
Mit der Zeit jedoch, als Bubu immer aufdringlicher wurde, ich bewunderte seine Ausdauer und seinen Mut, hatten die Katzen verschiedene Taktiken entwickelt... um den starken Libido des Katers zu entgehen.

Bella ging einfach in die Höhle,
wenn es ihr
als Kastrat zu bunt wurde. Bei weiterer
Annäherung
an diesen Platz flog dann eine Pfote
aus der Höhle und
verteilte Ohrfeigen

Lisa suchte sich im obersten Regal in dem Körbchen einen
sicheren Platz. Da kam Bubu nicht hin.

Cheyenne als besonders dominate
Kastratin, schlief nur
noch mit offenen Augen, um keine Annäherung
von ihm
zu verpassen. Solange sie die Augen offen hat, hielt
er
einen respektvollen Sicherheitsabstand ein.

Das war für den Bubu mit der Zeit sehr frustrierend, er hockte nun oft im Auslauf und sein Gesichtsausdruck sagte alles. Hmmm.. ist doch alles Shit hier...

Manchmal hockte er auch auf dem Stuhl,
vielleicht sieht man da ein
Mädel, dass bisher unentdeckt
blieb. Ständiges lautes mauzen änderte
auch nichts an
dem Dilemma.

Dann versuchte er es mit Verstecken im Gebüsch... und er wartete... und wartete... auf Mädels. Vielleicht kommen die ja, wenn mich keiner sieht.

Das ging dann bis in die Nachte, könnte
ja sein, dass liebe Mädels
nur Nachts kommen. Die
Kastratinnen hielten ihn schon für eine
Nachteule.

Bubu zeige immer öfters eindeutig durch seinen Gesichtsausdruck, dass das hier doch alles Mist ist, man will und kann... aber darf nicht, statt Liebe von den Mädels nur Ohrfeigen, manno... ist das frustrierend.
Ich konnte das nicht mehr mit ansehen, er tat mir immer mehr Leid, so konnte das nicht weitergehen. Also fing ich an, die Eigentümerin zu überreden, den Kater doch kastrieren zu lassen, das wäre für alle die beste Lösung.
Keine einfache Aufgabe... Überredungskunst und Überzeugungskraft war gefragt... ich redete und redete und redete. Eines Tages sollten mehrere freilebende Hauskatzen kastriert werden, das war die Chance, die ich dann ergriff. Ich schaffte es endlich, das Bubu kastriert werden soll.
Da ich nicht mit zum Tierarzt konnte, ich musste arbeiten, bekam ich dann irgendwann eine SMS „Bubu liegt jetzt auf dem Tisch...“ obwohl ich nicht dabei war, sah ich die Tränen der Eigentümerin kullern. Sie hatte viel vor, mit diesem prächtigen Kater und er war nicht billig.
Als sie dann mit den Katzen und Bubu zurück kam, nahm ich sie erst einmal feste in den Arm, tränen flossen, so wusste ich, dass sie auch beim Tierarzt geweint hatte und ich verstehe es ja auch.
Bubu wurde in seinem Kennel erst einmal in die Diele gebracht, wo er seine Ruhe hat, ich schaute dann öfters nach ihm und nach einer Stunde war er aus seinem Kennel raus und lag auf seinem Lieblingssessel.

Bubu sieht zwar nach der Kastration noch nicht begeistert aus, jedoch wird bald ein glücklicher Kater sein und ohrfeigenfrei sein Leben gestalten können.
Geschrieben von Werner Modes
P.S... Bubu... du bist ein lieber Kerl und mir sehr ans Herz gewachsen!