Hallo Ihr Lieben,

Gestern morgen begannen die Wehen bei Flöckchen. Sie kämpfte den ganzen Tag und die halbe Nacht. Um halb drei morgens ging ich davon aus, dass was nicht stimmen konnte. Ich fuhr zur Tierklinik. Ich hatte mit meiner Vermutung recht gehabt. Das Baby steckte im Geburtskanal fest.

In der Klinik hieß es, die Katze muß jetzt sehr schnell operiert werden. Es war kein zweiter Helfer da der die OP begleiten konnte, also habe ich diesen Part übernommen. Nicht zum ersten Mal. War auch früher schon Helfer wenn keine zweite Person beim Tierarzt war, die assistieren konnte. Aber immer nur bei Kastrationen. Das hier war schon um einiges schlimmer.

Nachdem das Baby heraus gezogen worden war, es war das Einzige, dafür aber sehr groß, meinte die Tierärztin das würde nur noch zucken und sterben, weil es zu lange festgesteckt hätte. Sie legte es in ein Nebenzimmer. Dann wurde Flöckchens Leben in einer anderthalb stündigen OP gerettet. Nach ca. 1 Stunde fing im Nebenraum etwas an zu schreien. Ich dachte, durch die offene Türe wäre eine Katze herein gekommen.

Es stellte sich jedoch heraus, dass Flöckchens Baby noch keine Lust hatte aufzugeben. Es hatte ein sehr kräftiges Stimmchen. Nachdem die Mutter vorsorgt war, wurde das Baby abgenabelt. Eigentlich hat man mir das Baby zum Sterben mitgegeben. Aber der kleine Kerl ist zäh. Hab ihn unter meiner Jacke im Auto nach Hause gefahren, damit er warm bleibt, der Mutter und ihm Zuhause ein Wärmfläschchen unter das
Lammfell gelegt und bin um halb sechs erst Mal für zwei Stunden schlafen gegangen.

Danach begann der Alltag im Katzenhaus. Als ich in das Zimmer ging rechnete ich nicht damit den Kleinen noch lebend anzutreffen. Das Bild das sich mir bot, siehst Du auf den beigefügten Fotos.

Ist das nicht zauberhaft süß?

Der Kleine hat schon ganz lange Schnurbarthärchen. Sein Fell hat Wellen und ist ganz dicht.

Seiner Mama geht es den Umständen ensprechend gut. War vorhin noch mal mit den beiden in der Tierklinik. Es sieht gut aus. War eine sehr schwere OP.

Die Tierärztin hat das Baby in der ganzen Praxis rumgezeigt. Es ist wirklich außergewöhnlich und hat eine witzige Zeichnung. Erinnert mich an ein Schachbrett.

Nun hoffe ich, dass es durchkommt.

Es trinkt bereits eigenständig. Mama hat Milch für sechs. Da hat er jede Menge Nahrung.
Wenn er es schafft wird er bestimmt Mal was ganz besonderes.

Als ich Nachts, oder vielmehr früh morgens von der Tierklinik nach Hause kam, lagen meine wilden Kätzchen unter meinem Bürofenster im Blumentopf und machten dort ein Schläfchen. Das Kätzchen das wegen völlig vereiterter Augen zu erblinden drohte hat es geschafft. Heute sah ich, das beide Augen geöffnet waren und dass er auf dem Weg der Besserung ist.

Habe in den letzten Tagen das Katzenzimmer in der Garage fertiggestellt. Es war mir ein Anliegen die Tiere von Draußen rein zu holen. Habe vorhin gesehen, dass sie die Katzenklappe an dem Zimmer gefunden haben und es schon rege benutzen. Draußen regnet es, jetzt haben sie endlich ein Plätzchen wo sie im Winter ungestört unter der Wärmelampe liegen können.

Weil immer nur trauriges von uns kommt, dachte ich, ich erzähl Euch zur Abwechslung auch Mal was schönes.

Liebe Grüße und bis bald.

Gabi Hilbig

Tierschutzverein Samtpfote

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Ein eingetragener, besonders förderungswürdiger Verein!