Kastration um jeden Preis
Warum trifft man immer wieder auf Menschen, die einfach nicht in der Lage sind, ihren Verstand einzuschalten?
Morgens
am 24.10.06 fuhr ich wie immer zu den Futterstellen nach Emmerich.
Dort betreue ich unter anderem die seit Monaten schwer kranke
Anuschka.
Anuschka links im
Bild, an einem Tag an dem es ihr
einigermaßen gut ging.
An
anderen Tagen
traf ich sie so an.
Am Vortag sah sie von
den Augen her gut aus, hatte aber einen ganz schlimmen Schnupfen, der
schon mehrere Wochen andauert und der bisher weder mit Antibiotika
noch mit homöopathischen Mitteln in den Griff zu bekommen war.
Die letzten Tage wurde die Katze täglich von mir mit Spritzen
versorgt, da sie kaum noch fraß. Sie ist noch ein ganz junges
Tier und wir geben die Hoffnung nicht auf ihr doch noch helfen zu
können.
Wenn ich an den heutigen Morgen denke treibt es
mir immer noch die Tränen in die Augen. In den letzen Wochen bin
ich jeden Morgen mit Angst zu dieser Futterstelle gefahren, weil ich
immer dachte hoffentlich lebt Anuschka noch. Als ich sie heute früh
sah, bin ich vor Entsetzen fast erstarrt. Ihr rechtes Ohr war weiß,
darin klaffte ein riesengroßes Loch, das rechte Auge war weit
hervor getreten. Die rechte Pupille viel größer als die
Linke.
Ich dachte daran, dass das Tier sich wahrscheinlich an irgendetwas eine Verätzung zugezogen hatte und geriet in Panik. Mein einziger Gedanke war, ganz schnell einfangen und zum Tierarzt. Weil ich keine Transportkiste dabei hatte fuhr ich los um eine zu kaufen. Von dem Geschäft aus rief ich die örtliche Tierärztin an, weil der Weg bis zu unserem Tierarzt zu lange gedauert hätte. Bei dieser Tierärztin erhielt ich die Auskunft ich solle mich beruhigen, die Katze sei gestern zum kastrieren dort gewesen. Das Loch, überdimensional möchte ich betonen, sei nur zur Kenntlichmachung des kastrierten Tieres angebracht worden. Die weiße Stelle war ein Spray das sie aufgebracht hatte.
Eine schwer kranke Katze, die kaum Luft bekommt und nur röchelt zu operieren ist das unverantwortlichste was ich bisher bei einem Tierarzt erlebt habe. Durch diese Operation, kann es nun sein, dass Anuschka ihr rechtes Auge verliert. Abgesehen davon hat sich ihr Allgemeinzustand drastisch verschlechtert. Ob wir sie durchbekommen ist nun fraglich.


Wir werden weiter alles erdenkliche für sie tun um ihr zu helfen!
An den Futterstellen der wilden
Katzen erleben wir seit Jahren ein schlimmes Erlebnis nach dem
anderen.
Im letzten Jahr verschwanden innerhalb kurzer Zeit an
die zwanzig Tiere an einer Futterstelle.
Mittlerweile zahme Katzen
starben einen grausamen Tod, keiner wusste was sie hatten.
Anwohner ließen einen
Hund auf die Tiere los, die Polizei und das Ordnungsamt unternahmen
nichts.
An der Futterstelle an der Anuschka bis heute lebte, sagte
mir kürzlich ein Anwohner er wolle sich ein Gewehr besorgen und
die Tiere abknallen. Ein wunderschöner Kater, Franzel, ist dort
mittlerweile verschwunden.
Die Betreuung der wilden Katzen an den
Futterstellen ist mit sehr vielen traurigen Erlebnissen und Verlusten
verbunden.
Immer wieder sagen die Mitarbeiter der Samtpfote:
„Wenn ich im Lotto gewinne bekommt der Verein ein Haus.“
Leider
hat bisher keiner gewonnen. Ich haben einen größeren Traum
als nur den von einem Haus. Ich möchte zudem gerne ein
riesengroßes Grundstück mit Hütten und Stallungen um
alle meine geliebten Wilden von der Straße zu holen und sie in
Sicherheit zu bringen.
Es gibt keinen Bereich in der Tierschutzarbeit, der mir mehr Freude macht als diesen, oftmals ausgesetzten und dann verwilderten Tieren, zu helfen. Viele konnten wir im Laufe der Jahre ins Haus holen weil sie sich wieder an den Menschen gewöhnt haben und zahm wurden, fast alle wurden später vermittelt. Ein paar wenige sind noch bei uns im Katzenhaus, wo die Zukunft all unserer Tiere ja mittlerweile sehr ungewiss ist, weil wir nicht wissen wie lange wir hier noch wohnen können.

Lux haben wir im April letzten
Jahres rein geholt. Er lebt bei unserer zweiten Vorsitzenden. Er
ist chronisch Schnupfenkrank und hat dort mit seiner Freundin
Cindy ein Zimmerchen. Er wird nicht vermittelt und darf
dort seine
letzten Jahre verbringen. Einer der wenigen die es geschafft haben
ihr Leben in Sicherheit zu bringen zu können. Auch hier war
wieder der Grund dafür dass wir das Tier reingeholt haben, der,
dass es krank war. Es ist sehr traurig, dass man nur diesen Tieren
dauerhaft helfen kann.
Das was wir in den letzten
Jahren für viele kranke, verletzte und geschundene Tiere getan
haben darf nicht zu Ende gehen.
Allen die uns in den letzen Wochen mit Spenden geholfen haben danken wir sehr herzlich. Es ist schön zu sehen, das es immer noch Menschen gibt, die helfen wenn die Not am größten ist. Wir haben wegen Personalmangel leider noch nicht alle Spendenquittungen auf den Weg bringen können. Das geschieht in den nächsten Tagen. Wir haben Euch nicht vergessen.
Auch für die Pakete
mit Medikamenten und Futter möchten wir uns sehr herzlich
bedanken. Das hat uns sehr geholfen.
Schön, dass es Euch gibt.
Was wäre die Welt ohne Menschen mit einem guten
Herzen?!
Gestern haben wir eine Zusage von Frau Haase aus
Hamburg über 5000€ für unseren geplanten Hauskauf
erhalten.
Auch andere Spenden zu diesem Zweck sind mittlerweile
eingegangen. Wir werden die Personen in den nächsten Tagen, ohne
Anschrift usw. auf unsere Internetseite setzen um hier aufzuzeigen
wieviel Geld wir schon haben und wieviel wir noch brauchen.
Euch allen Danken wir im
Namen unserer Tiere. Durch Eure Hilfe gibt es für unsere Tiere
ein Fünkchen Hoffnung auf Überleben.
Gabriele Hilbig
Tierschutzverein
Samtpfote
Emmericher Landstr. 102
46459 Rees
Tel. 02851 58 999
00
info@tierschutz-emmerich.de
www.katzenschutzverein-emmerich.de
Bankverbindung:
Sparkasse
Emmerich-Rees
Konto: 108860
BLZ: 35850000
IBAN DE14 3585 0000 0000 1088 60
BIC:
WELADED1EMR
Ein eingetragener, besonders
förderungswürdiger
Verein!